DIY: Unsere Matschküche

Die Idee, eine Matschküche nach unseren eigenen Vorstellungen zu entwerfen und zu bauen, hatte ich bereits im letzten Jahr. Letzendlich hat es dann aber doch bis ins Frühjahr diesen Jahres gedauert, bis wir unser „Projekt Matschküche“ in Angriff nehmen konnten. Es hat schon einiges an Geduld und Zeit erfordert, die Küche fertigzustellen. Aber mit dem Endergebnis sind wir voll und ganz zufrieden! Tochterkind und Sohnemann finden die Küche richtig klasse und bespielen sie gerne und ausgiebig. Wenn man dann sieht, wieviel Spaß die Kinder damit haben, ist es einem die Mühe doch wert, oder?

Den ein oder anderen Härtetest 😉 haben die Kinder in diesem Sommer bereits mit der Küche durchgeführt – und was soll ich sagen, die Küche hat alle „Angriffe“ unbeschadet überstanden. Gartenschlauch raus, abspritzen, fertig. Daher findet ihr weiter unten nochmal genauer beschrieben, wie wir die Holzoberfläche behandelt haben. Die Küche soll ja einerseits ihrem Namen alle Ehre machen, andererseits jedoch auch eine gewisse Robustheit mitbringen. Aber nun möchte ich euch unsere Matschküche ersteinmal vorstellen!

Der Bau unserer Matschküche

Mein Mann (der beste Ehemann aller Zeiten) hat die Küche nach einem selbst entworfenen Plan gebaut. Und zwar aus Eichenholz. Dieses Holz ist sehr robust und witterungsbeständig. Daher eignet es sich besonders gut für den Einsatz im Freien. Ausgangsmaterial waren Holzbohlen, diese mussten vor dem Verarbeiten erst noch zugeschnitten und gehobelt werden. Anschließend konnten die Bretter dann auf die gewünschte Länge und Breite gekürzt werden. Wir haben die Bohlen verwendet, da wir sie noch vorrätig hatten. Die für ein solches Projekt benötigten Bretter kann man jedoch auch einfach im Baumarkt / Holzfachhandel kaufen und sie bei Bedarf vor Ort auch gleich auf die passende Größe zuschneiden lassen.

Die Oberfläche wurde nach dem Zusammenbau mit einer Lasur behandelt, damit das Holz der Witterung und der teils extremen Beanspruchung beim Spielen standhält. Ich habe mich für eine lebensmittelechte Lasur mit weißen Farbpartikeln entschieden, was der Küche einen leichten Vintage-Look verleiht. Das gefällt mir besonders gut.

Die Ausstattung der Küche

Bei den Details haben wir auf Edelstahl und Metall gesetzt, da wir dies lieber mögen als Plastik. Den Großteil der Ausstattung haben wir beim Möbelschweden gekauft: Stange, Regalboden, Besteckständer und Vorratsdosen. Auch den Blumentopf und den großen Holzlöffel haben wir dort erstanden.

Als „Spülbecken“ dient eine in die Bretter eingelassene Edelstahlschüssel. Diese haben wir im Internet bestellt.

Zuhause verwenden wir ohnehin am liebsten Sandspielzeug als Metall. Dieses kommt dann auch in der Matschküche zum Einsatz.

Was wäre eine Küche ohne Kräuter?

Neben Wasser bzw. Erde/Rindenmulch benötigt so eine Küche ja auch eine ganze Menge an „Grünzeug“, das verarbeitet werden will. Da gerade beim Sohnemann noch das ein oder andere Blatt gerne einmal in den Mund gesteckt wird, haben wir hier ausschließlich auf Küchenkräuter gesetzt. Positiver Nebeneffekt: Es duftet ganz wunderbar nach Pfefferminze, Basilikum und Co. 🙂 und das Tochterkind kennt die meisten Kräuter mittlerweile bereits im Schlaf.

Fazit

Planung und Bau der Matschküche haben sich auf jeden Fall gelohnt. Die Kinder spielen gerne damit und können sich lange an der Küche verweilen. Auch bei kühlem und regnerischem Wetter wurde die Küche schon ausgiebig genutzt – es ist also davon auszugehen, dass sie uns auch in der kommenden kalten Jahreszeit begleiten wird. Dann werden mit Sicherheit keine frischen Kräuter und gesammelten Blüten mehr in Rindenmulch eingekocht – aber mit Eis und Schnee lässt es sich ja auch ganz gut matschen 🙂

Update, Frühjahr 2017: Auch im Winter wurde unsere Matschküche gerne bespielt. Jedoch kommt sie jetzt, in der wärmeren Jahreszeit, wieder verstärkt zum Einsatz! 🙂

Maße der Küche:

  • Gesamtbreite der Küche: 1,20 m
  • Gesamthöhe (Boden bis Oberkante): 0,90 m
  • Tiefe der Arbeitsplatte: 0,45 m
  • „Arbeitshöhe“ (Boden bis Oberkante Arbeitsplatte): 0,45 m

Habt ihr auch eine Matschküche zu Hause? Spielen eure Kinder auch so gerne damit? Oder setzt ihr lieber auf den klassischen Sandkasten?  Teilt mir gerne eure Erfahrungen mit!

Über aktivmitkindern (174 Artikel)
Mama zweier Kinder (*2013, *2015). Ursprünglich promovierte Naturwissenschaftlerin. Seit der Geburt des ersten Kindes nicht mehr in der Wissenschaft tätig, sondern Vollzeit-Kinderbespaßerin und Selbstbetreuerin.

8 Kommentare zu DIY: Unsere Matschküche

  1. oh diese Küche hätte ich auch gerne als Kind gehabt! einfach toll!!

    Wünsche dir ein schönes Wochenende,

    Jessica von http://www.jefame.com

  2. Die Maße wären toll😁

  3. Habt ihr zufällig auch die Maße etc? Sieht wirklich super aus

  4. Oh das ist ja eine richtig tolle Idee.

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