Zu Besuch bei Michel und den Kindern aus Bullerbü

Dieses  Wochenende  gab es ein echtes Highlight bei uns: Im Freilichtmuseum Roscheider Hof waren die Bauern- und Handwerkertage, was wir uns natürlich nicht entgehen lassen durften! Da unsere Kinder riesige Fans von Michel aus Lönneberga und den Kindern aus Bullerbü sind, stellen solche „Ausflüge in die Vergangenheit“ natürlich immer ein besonderes Erlebnis dar 🙂

Richtig toll finde ich auch, dass die Kinder das teilweise doch recht harte Leben unserer Vorfahren kennenlernen und mit alten Handwerkstraditionen vertraut werden. Ein netter Nebeneffekt, der sich bei diesen Besuchen einstellt. Aber beginnen wir doch zunächst von vorne.

Samstag

Manche Tage sind einfach unglaublich unspektakulär, oder? Während Papa und Sohnemann sich an diesem Tag handwerklich betätigten und den ganzen Tag am schuften waren, machten Tochterkind und ich uns auf dem Weg zur Einkaufstour. In meinem Vorgarten wurde ich von einem meiner Hibiskus-Sträucher begrüßt. Ich liebe sie!

Wieder zu Hause angekommen, wurden wir in der Küche tätig. Für einen Blogbeitrag mussten wir nämlich noch etwas Neues ausprobieren. Und ich verrate an dieser Stelle noch nicht, was wir da gemacht haben 😉

Ich finde ja, dass sich Fingerfarben hervorragend zur Beschäftigung kleiner Kinder eignen. Die Kinder können sich nicht nur mit allen möglichen Farben spielerisch austoben, sondern können das Malen -im wahrsten Sinne des Wortes- hautnah erleben und begreifen.

Ich glaube, ich hatte bereits irgendwann erwähnt, dass ich ein riesiger Fan von Arno Stern und des von ihm entwickelten „Malorts“ bin. Leider gibt es in unserer Gegend keinen Malort nach Arno Stern, sonst wären wir sicherlich schon längst dort gewesen. Jedenfalls haben mich Sterns Erkenntnisse, die er aus seiner jahrelangen Forschung bezüglich des kindlichen Malverhaltens gewonnen hat, schwer beeindruckt. Und seine Sichtweise auf die Entwicklung des Malprozesses haben die Art und Weise, wie ich ein von Kindern geschaffenes ‚Kunstwerk‘ betrachte, stark verändert. Wer sich weiter mit dem Thema beschäftigen möchte: Kathrin von Nestling hat vor einiger Zeit einen ganz tollen Bericht hierzu veröffentlicht! Es lohnt sich!

Während das Tochterkind also beschäftigt war, packte ich den Laptop aus und widmete mich mal wieder etwas der Bloggerei.

Abends gab es dann noch ein leckeres Essen. Bei Pinterest sammele ich ja neuerdings fleißig alles an Rezepten, Nähideen und Einrichtungsideen, was mir irgendwie in die Finger kommt. Und nun muss ich nach und nach ja auch alle diese Rezepte und Ideen ausprobieren 😉

Sonntag

Am Sonntag unternahmen wir also eine Reise in die Vergangenheit 🙂 Da wir solche Freilichtmuseen lieben und sie den Kindern einen tollen Zugang zu geschichtlichen Hintergründen verschaffen, unternehmen wir auch mindestens einmal im Jahr einen Ausflug zum Hessenpark im Taunus. Der Roscheider Hof ist zwar deutlich kleiner, dafür aber nicht so weit von uns entfernt und eignet sich daher für häufigere Besuche.

Zunächst wurde der wirklich schön angelegte Rosen- und Apothekergarten genauestens inspiziert.

Dann ging es weiter ins Dorf, wo es am heutigen Sonntag zahlreiche Handwerksvorführungen zu bestaunen gab. Und natürlich mussten alle Museumshäuser ausgiebigst besichtigt werden. Die Kinder waren erstaunt darüber, wie klein die Häuser in früheren Zeiten waren …

… und amüsierten sich über die „Waschmaschine“ von anno dazumal.

Wir sahen ein Klohäuschen, ähnlich dessen, in das Michel seinen Vater eingesperrt hat …

… und sogar die berühmt-berüchtigte Suppenschüssel konnten wir entdecken! 😉

Nicht ganz schlüssig waren wir uns, ob wir wenig später tatsächlich den Nord- und den Mittelhof entdeckt hatten …

… allerdings war sich Tochterkind kurz darauf sicher, dass wir den Kaufmannsladen von Onkel Emil gefunden hatten. Schließlich standen doch sogar die Bonbongläser auf dem Tresen, aus denen sich Lisa und Anna immer bedienen durften! 😉

Den Rest des Tages hatte ich dann (aus unerfindlichen Gründen …) einen Ohrwurm. Ich sage nur: „Es muss die beste Fleischwurst sein …“ 😉

Nachdem wir dann noch einen Schwung an sexy Unterwäsche 😉 entdeckt hatten, machten wir uns wieder auf den Weg nach Hause und ließen das Wochenende gemütlich ausklingen.


Ich hoffe, ihr hattet ebenfalls ein tolles Wochenende! Falls ihr weitere tolle Freilichtmuseen (vorzugsweise in Südwestdeutschland) kennt, wäre ich froh, wenn ihr mir in den Kommentaren eine Nachricht hinterlassen würdet! Oder falls ihr schon einmal über einen ähnlichen Park berichtet habt – verlinkt euren Beitrag doch gerne unten!

 

Über aktivmitkindern (181 Artikel)

Mama zweier Kinder (*2013, *2015). Ursprünglich promovierte Naturwissenschaftlerin. Seit der Geburt des ersten Kindes nicht mehr in der Wissenschaft tätig, sondern Vollzeit-Kinderbespaßerin und Selbstbetreuerin.

6 Kommentare zu Zu Besuch bei Michel und den Kindern aus Bullerbü

  1. Wieder ein echt interessanter Beitrag! Klingt nach einem tollen Wochenende.

  2. Das klingt nach einem tollen Wochende, genau so wie es sein sollte!!!

  3. So einen Malort wird es auch nald an unserer Grundschule geben. Eine Lehrerin ist großer Fan von Arno Stern. Und ich nun auch …

  4. Da hattest du ja wirklich ein ereignisreiches Wochenende.Bin schon gespannt auf dein geheimes Rezept.
    Liebe Grüße
    Sigrid

  5. Die Mädels aus Bullerbü heißen Britta, Inga und Lisa. Eine Anna ist nicht dabei. LG

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