Ob man sich nun als Mama in Vollzeit um seine Kinder kümmert, den Spagat zwischen Halbtagsjob und Kind meistert oder eine in Vollzeit arbeitende ‘Working Mom’ ist – üblicherweise ist mit Kind(ern) der Tag extrem kurz und ein Termin jagt den nächsten. Die Nächte sind oftmals auch so eine Sache für sich. Ich denke, ihr werdet mir zustimmen wenn ich behaupte: Langeweile sieht definitiv anders aus.

Wobei: Langeweile? Was war das eigentlich nochmal genau??? Zur Erinnerung: Es war das, was man als Kind gehasst hat. Hätte man es damals bloß schon besser gewusst… 😉

Stress hier, Stress da, trallala

Also: Langweilig wird es einem im turbulenten Familienalltag üblicherweise eher nicht. Ganz und gar nicht. Davon kann ich ebenfalls ein Lied singen, denn ich betreue nicht nur unsere beiden (lebhaften) Kleinkinder komplett und ohne Kindergarten zu Hause, sondern ich bin aktuell gerade auch noch ziemlich schwanger 😉 und kämpfe nun seit Monaten täglich mit recht fiesen Schwangerschaftsbeschwerden. Uff.

Und dann kommen neben Kinderbetreuung ja auch noch Haushalt, Hund und Garten dazu. Also bei mir zumindest. Da ich leider nicht über Putzfrau, Haushaltshilfe und Gärtner verfüge. Schade eigentlich =)

Ach so – und dann haben wir kürzlich ja auch noch ein Haus gebaut und sind erst vor wenigen Wochen mit Sack und Pack im neuen Heim eingezogen. Wäre ja auch irgendwie langweilig sonst, ne? 😉 Kurz und knapp: Ich weiß aktuell also gerade sehr, wie es sich anfühlt, wenn die Tage einfach zu wenig Stunden haben.

Burnout? Dazu habe ich gerade keine Zeit…

Den Spruch oben habe ich kürzlich bei Pinterest entdeckt und er ist mir dauerhaft im Gedächtnis geblieben. Denn auch, wenn er ironisch gemeint ist – oft fehlt einem ja wirklich ganz einfach die Zeit, sich um seine persönlichen Belange und Bedürfnisse zu kümmern.

Man verliert seine innere Balance. Man schiebt Probleme weg. Man setzt sich nicht mit Dingen auseinander. Man verdrängt Vieles.

Und das ist nicht gut.

Ich weiß ja nicht, ob es euch ebenfalls so geht: Oft merkt man erst, dass man innerlich schon “drüber” ist, wenn es eigentlich zu spät ist. Man motzt die Kinder an, weil einen ihr Verhalten stört. *Toll* Man ist unfair zu seinem Partner, der einem mit irgendwelchen Kleinigkeiten auf den Zeiger geht. *Prima* Man ist unzufrieden, mürrisch und mag sich selbst nicht leiden. *Grusel*

Optimalerweise sollte man es erst gar nicht so weit kommen lassen. Aber man kann auch daran arbeiten, dass man seinen “Siedepunkt” kennenlernt und rechtzeitig handelt – und zwar, bevor er überschritten wurde. Das macht einem nicht nur selbst das Leben leichter, sondern man tut seinen nächsten Mitmenschen ebenfalls einen riesigen Gefallen damit 😉

Den Kopf vernünftig über Wasser halten. Und nicht bloß “irgendwie durchwurschteln”.

Nun bin ich weiß Gott keine Expertin in Sachen Psychologie, Stressmanagement oder Burnout-Prävention. Auch kann ich keine wirklichen Tipps geben bezüglich “Auszeit vom Mamasein”, da ich meine Kinder grundsätzlich den ganzen Tag um mich habe. Kein Kindergarten, keine weitere Betreuungsperson in unmittelbarer Nähe und unseren Hund konnte ich bislang auch noch nicht davon überzeugen, mir mal zwei Stunden die Kinder abzunehmen 😉 Da wird das schwierig mit der “Me time”.

Als ich heute auf Natalias Blog Simplylovelychaos den Aufruf zur Blogparade “Tu dir was Gutes – gemeinsam gegen den Stress” gesehen habe, war mir sofort klar, dass auch ich gerne meine fünf “Das tut mit gut Tipps” mit euch teilen möchte! Auch, wenn es keine Expertentipps sind – ich habe meine Strategien und die helfen mir dabei, üblicherweise recht gechillt durch den Alltag zu kommen. Und das eigentlich ziemlich gut. Also, meistens jedenfalls… 😉 Und vielleicht kommt dem ein oder anderen ja einer meiner Tipps ebenfalls zu Gute.

#tudiretwasgutes – Meine 5 Tipps

1) Legt euch nochmals zu den Kindern ins Bett und kuschelt. Das funktioniert bei uns recht einfach, da beide mit uns im Familienbett schlafen und ich mir daher beide Mäuse problemlos gleichzeitig schnappen kann. Wenn die Kinder gerade erst wach wurden, noch ganz verschlafen und schmusig sind… Was gibt es Schöneres, als da in aller Ruhe nochmals miteinander zu kuscheln und die Nase ins verstrubbelte Kinderhaar zu stecken 🙂

2) Geht raus und trinkt eine Tasse Kaffee. Oder Tee. Oder von mir aus auch Wasser 😉 Egal, was euer persönlicher Favorit ist: Schnappt euch euer Kind / eure Kinder, verlasst das Haus und genießt eine Auszeit an einem netten Plätzchen. Mit Kindern geht das nicht? Familienfreundliche Cafés, Lokalitäten mit Spielecke oder kinderfreundliche Orte findet man mittlerweile so ziemlich überall!

3) Sucht euch einen Ausgleich. Ich persönlich würde ja jedem das Nähen oder Bloggen empfehlen 😉 Fakt ist jedoch: Jeder braucht einen Ausgleich. Eine Beschäftigung, bei der er kreativ sein kann und/oder den Kopf frei bekommt. (Und wann soll man das bitteschön auch noch machen? Zur Not in den Nachtstunden, wenn man sowieso nicht schlafen kann, weil man zu gestresst vom Tag ist.)

4) Treibt Sport. Ja, ich weiß: Mit Kleinkindern im Haus Sport zu treiben ist so eine Sache. Das wird verdammt schwer. Und dann ist da ja auch noch diese Sache mit dem inneren Schweinehund und so… Aber es ist gut für Körper und Seele. Tipp: Probiert es mal mit Yoga. Geht jederzeit von zu Hause aus. Und auch als Anfänger reicht eine simple DVD für den heimischen Player zunächst aus. (Und wer jetzt meint, Yoga wäre kein “echter” Sport: Nach meinen ersten Yoga-Sessions hatte ich den Muskelkater meines Lebens. Das kann ich euch versichern…)

5) Geht spazieren. Bei jedem Wetter. Ein Spaziergang an der frischen Luft ist nicht nur gesund, baut Stress ab und stärkt das Immunsystem – er entspannt auch noch unglaublich. Man bekommt den Kopf frei. Und es ist etwas, das man prima auch mit Kindern gemeinsam machen kann. Matschhose-und-Gummistiefel-sei-Dank 🙂 Und hier kommt der große Vorteil zum Tragen, den man hat, wenn man einen Hund besitzt: Man muss einfach raus. Regelmäßig und bei jedem Wetter. Und da wird einem dann erst so richtig bewusst, wie gut das eigentlich tut.


Und nun seid ihr dran: Was sind eure unschlagbaren Tipps, die bei der Stressbewältigung und dem Halten der inneren Balance helfen? Egal, ob ihr schon  Kinder habt oder nicht – verratet mir doch eure persönlichen Tricks! Sicher können wir noch einiges voneinander lernen! 🙂