Viel Schönes und viel Nachdenkliches: 12 von 12, April 2018

Hallo ihr Lieben!

Wie an (fast) jedem Zwölften eines Monats lade ich euch auch heute wieder ganz herzlich dazu ein, uns in 12 Bildern durch unseren Alltag zu folgen. Denn ich weiß mittlerweile aus zahlreichen Kommentaren, Mails und Nachrichten, dass es viele einfach interessiert: Wie sieht so ein Alltag ohne Kindergarten eigentlich aus und was machen die den ganzen lieben Tag lang? Wie in aller Welt bekommt die gute Frau ihre Kinder beschäftigt und sind diese Selbstbetreuer eigentlich normal – oder nicht vielleicht doch eher so leicht verrückte Freaks? 😉

Wer meinen Blog regelmäßig liest hat sicherlich schon mitbekommen, dass ich im Leben nicht immer alles so ganz bierernst nehme. Denn ich finde, gepaart mit einer Prise Humor und einem Quäntchen Selbstironie lebt es sich einfach deutlich leichter. So hatten wir auch heute wieder einen angenehm stressfreien und schönen Tag – auch, wenn heute der ein oder andere wirklich nachdenkliche Moment dabei gewesen ist.

Ich finde jedoch, auch für diese Dinge muss Platz sein. Aber lest am Besten selbst!

1/12: Das obligatorische Kugel-Selfie

Die Kugel ist noch an Ort und Stelle; das Baby ist somit noch drin 😉 Leider werden mir langsam alle meine Umstandshirts zu eng *ups*. Ich werde mir jetzt aber auch keine Neuen mehr kaufen. Das lohnst sich auf die letzten Meter nun auch nicht mehr.

2/12: Sockensalat I

Ich beginne mit der Hausarbeit und sammele zunächst die Socken meines Mannes ein. Denn seine Socken landen grundsätzlich jeden(!) Abend neben unserem Bett auf dem Boden. Jeden(!) einzelnen(!) Abend(!). Was bedeutet, dass ich jeden(!) Morgen seufzend die Socken des Herrn Gemahl aufsammele und sie in den nahegelegenen Wäschekorb bugsiere.

3/12: Kinderbeschäftigung

Was machen die Kinder in der Zeit, während ich Hausarbeit mache? Beziehungsweise wie beschäftige ich sie in dieser Zeit sinnvoll?

Nun, meistens suche ich gar nicht aktiv nach einer Beschäftigung. Denn meistens kommen die beiden von ganz alleine auf eine Idee und sind dann zwei bis drei Stunden lang schwer beschäftigt. Oftmals klappt es sogar besser, wenn ich mich mit Ideen oder Anregungen ganz heraus halte.

4/12: Mittagessen

Auf unserem Teller mögen wir es bunt 🙂 und so halten wir es auch am heutigen Tag. Sohnemann mag es im Moment eher stilvoll und so müssen während des Essens grundsätzlich die Kerzen auf dem Tisch brennen 😉

5/12: Was für ein Quatsch Quetschie!

Da wir gerade erst in der Küche gewerkelt hatten, sind wir auch gleich dort geblieben und haben noch eine Runde Obst püriert. Mindestens einmal pro Woche füllen wir momentan nämlich unseren Vorrat an selbst gemachten Obst-Quetschies auf. Heute haben sich die Kinder für Erdbeer-Mango-Apfel-Orange-Banane-Minz-Quetschies entschieden. Warum auch nicht? *lach*

Falls ihr zukünftig eure Quetschies auch lieber selber machen möchtet: Ich verlose gerade eine komplette „Squeeze Station“ inkl. 60 Quetschbeuteln und wiederverwendbarer Quetschflasche im Wert von über 70 Euro! Schaut gerne mal hier.

6/12: Konfrontation mit der Vergangenheit I

Da das Wetter heute herrlich war, haben wir uns am Nachmittag auf einen Spaziergang nach draußen begeben. Ganz in unserer Nähe gibt es an der Stelle eines ehemaligen KZ eine Gedenkstätte. Auch dort hat uns unser Weg vorbeigeführt.

7/12: Spaziergang

Kinder und Hund haben das doch recht warme Wetter sehr genossen. Ich übrigens auch 🙂

8/12: Konfrontation mit der Vergangenheit II

Auf dem Rückweg wollen die Kinder unbedingt einen Abstecher über das Gelände des ehemaligen KZ machen und wir besuchen die Gedenkstätten für die Opfer.

Warum auch nicht? Die Kinder stellen Fragen, wollen vieles haargenau wissen – und ich denke, so lange man ihnen alles kindgerecht vermittelt, lernen sie, auch mit diesen Facetten der Unmenschlichkeit umzugehen.

9/12: Abendessen

Da wir am Nachmittag lange unterwegs gewesen sind und an diesem Tag ohnehin bereits viel Zeit in der Küche verbracht haben, gibt es zum Abendessen nur eine schnelle Gemüse-Reispfanne. Einfach, aber lecker 😉

10/12: Die Geschichte einer Familie, die uns unglaublich bewegt

Kennt ihr eigentlich schon Ines und ihren Blog Cancer is an asshole – eine Familie lebt mit Papas Krabbe? Um es kurz zu machen: Ihr Mann, der Papa ihrer beiden Kinder, ist an einem sogenannten Multiplen Myelom (einer unheilbaren Form des Blutkrebses) erkrankt. Ich lese den Blog nun schon länger und bin immer wieder erschüttert über die Geschichte dieser Familie. Einer Familie, die mit Mama, Papa, zwei Kindern und zwei Hunden so normal ist wie unsere Familie. Oder eure Familie. Oder die Familie um die Ecke. Eigentlich.

Denn Ines‘ Mann ist nunmal schwer und unheilbar erkrankt. Für ihn konnte nämlich, trotz aller Bemühungen, kein passender Stammzellspender gefunden werden. Nun hat Ines unter #krabbekunibert auf Ebay eine Spendenaktion zugunsten der DKMS mit vielen ganz tollen Aktionen ins Leben gerufen. Denn sie möchten die DKMS unterstützen und haben die Hoffnung, dass andere Patienten vielleicht ihren geeigneten Spender finden werden. Denn mehr finanzielle Mittel für die DKMS bedeuten mehr finanzielle Mittel, um potentielle Stammzelspender registrieren zu können. Die Auktionen laufen noch bis Sonntag; schaut unbedingt mal rein: Zu den Ebay-Auktionen.

Übrigens hat mein Mann, nachdem er zum ersten Mal auf Ines‘ Blog gelesen hat direkt beschlossen, dass wir uns nun auch bei der DKMS registrieren lassen werden.

11/12: Sockensalat II

Der Mann und die Kinder sind nach draußen in den Garten, um noch etwas zu arbeiten. Mitten im Flur liegt die Hose, die er für die Arbeit an hatte und – seine Socken…

Ich räume zum zweiten Mal an diesem Tag seine Socken weg und werde plötzlich ganz nachdenklich. Denn eigentlich hoffe ich, noch mindestens 50 Jahre lang täglich seine Socken wegräumen zu dürfen, die er einfach achtlos in die Ecke geworfen hat. Manchmal braucht man einfach einen Anstoß – und plötzlich erscheinen einem die Dinge in einem ganz anderen Licht.

12/12: Nestbautrieb

Wir sind müde und geschafft vom Tag, trotzdem komme ich nicht wirklich zur Ruhe. Nestbautrieb nennt man das wohl 🙂 Ich richte noch die ersten Schlafsäckchen für das Frühlingsbaby und denke, dass ich nun so langsam alles beisammen habe.

 

 

4 Comments

  • Als ich kurz nach unserer Heirat Hans Socken wegräumte, ärgerte ich mich plötzlich nicht mehr. Nach sieben Jahren Beziehung und drei davon in gemeinsamer Wohnung, wurde mir klar, dass ich die umher fliegenden Socken mit geheiratet hatte 🙂

    Bei der DKMS haben wir uns registriert, als wir uns während Mikos Geburtsvorbereitung gegen die Nabelschnurblutspende und für das Aus pulsieren entschieden hatten.
    Schön, dass ihr euch auch registrieren lasst!

    Ich mag deine 12 von 12 Artikel. Weiter so!
    Alles Liebe
    Claudia<3

    • Hallo Claudia,
      mit etwas Zeitverzug 😉 noch ein ganz herzliches Dankeschön!
      Ja, wir fragen uns auch, weshalb wir bisher noch nicht registriert waren… Manchmal benötigt man für gewisse Dinge eben einfach einen Anstoß…

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