Hallo ihr Lieben,

es gibt ja diesen einen Kuchen, den so ziemlich jeder mag und den ganz viele Freunde / Bekannte von uns auch wirklich über alles lieben – aber den viele nicht gerne backen. Weil er im Backofen übermäßig aufgeht bzw. aufreißt oder weil er nach dem Backen ganz einfach traurig in sich zusammenfällt. Und zwar rede ich hier vom allseits bekannten bzw. allseits gefürchteten 😉 Käsekuchen.

Auf der Suche nach einem gelingsicheren Rezept für leckeren Käsekuchen

Bereits vor einigen Jahren hatte ich mich auf die Suche begeben nach einem Rezept für einen wirklich leckeren und cremigen Käsekuchen, der sich zudem auch einfach backen lässt und nach dem Auskühlen auch noch schön aussieht. Also ohne störende Risse oder ähnlich unschöne Dinge. Wie ich bald herausfand, hatte ich mich offenbar auf die Suche nach der eierlegenden Wollmilchsau begeben *lach*.

Denn die ersten Rezepte, die ich ausprobierte, waren zugegebenermaßen definitiv lecker und hatten schöne, cremige Kuchen hervorgebracht. Leider waren diese Kuchen optisch eine Vollkatastrophe und von tiefen Rissen durchzogen nicht so ganz hübsch anzusehen.

Also begab ich mich auf die Suche nach Rezepten, die schöne Kuchen garantieren sollten. Die von mir fabrizierten Käsekuchen sahen dann auch wirklich sehr ansprechend aus – waren jedoch unglaublich trocken und hatten keinen guten Geschmack. Das fanden wir dann wiederum auch blöd 😉

Den perfekten Käsekuchen backen: Auf die Backweise kommt es an!

Ich habe als zugegebenermaßen eine ganze Weile herumgetüftelt, mehrere Rezepte miteinander kombiniert und weiter nach DEM ultimativen Rezept für meinen perfekten Käsekuchen gesucht.

Bis mir ein Besuch bei meiner Großtante im Altenheim schließlich zum ultimativen Durchbruch verholfen hat. Als ich ihr mein Problem schilderte hat mich meine Großtante lediglich verständnislos angesehen, ungläubig mit dem Kopf geschüttelt und gemeint:

„Ja weißt du denn nicht, dass man den Kuchen während des Backens zweimal aus dem Ofen nehmen und einschneiden muss??? Denn tut man dies nicht, reißt der Kuchen doch unschön auf und fällt beim Erkalten wieder in sich zusammen!“

Sie zuckte mit den Schultern und schien sich zu fragen, wie es sein kann, dass man nicht von selbst auf diese simple Tatsache kommt.

Tja – und was soll ich sagen? Bei meinem nächsten Backversuch wendete ich diesen so simplen Trick an. Und es hat funktioniert! 🙂 Daher möchte ich heute das Rezept für meinen unglaublich leckeren Käsekuchen, der wirklich immer gelingt, super gerne mit euch teilen!

Rezept für den besten Käsekuchen

Zutaten für den absolut gelingsicheren Käsekuchen:

Für den Mürbeteig benötigt ihr:

  • 200 g Mehl
  • 75 g Zucker
  • 75 g Butter
  • 1 Ei
  • 1/2 Pck. Backpulver

Für die Füllung benötigt ihr:

  • 125 g Butter
  • 225 g Zucker
  • 1 Pck. (oder 10 g) Vanillezucker
  • 3 Eier
  • 500 g Quark (20%)
  • 200 g saure Sahne
  • 200 g Sahne
  • 1 Pck. Sahnesteif
  • 1 Pck. Bourbon-Vanillepuddingpulver

So wird’s gemacht:

  • Zuerst stellt ihr den Mürbeteig her: Die Butter mit dem Zucker aufschlagen, das Ei zugeben und alles gut verrühren. Dann das Mehl mit dem Backpulver mischen und portionsweise zugeben. Alles gut verkneten und mindestens eine Stunde lang im Kühlschrank kalt stellen.
  • Für die Füllung Butter, Zucker, Vanillezucker, Puddingpulver und Eier gut miteinander verrühren.
  • Den Quark und die saue Sahne untermischen. Die Sahne mit dem Sahnesteif fest schlagen und unterheben.
  • Den Backofen auf 180° Celsius Ober-/Unterhitze vorheizen.
  • Den Teig in einer gefetteten 26er-Springform auslegen und ca. 3 cm am Rand hochziehen. Die Füllung einfüllen.
Leckerer Käsekuchen

Jetzt kommt der Profitipp: Das Backen des Käsekuchens

Der Kuchen wird nun auf der mittleren Einschubebene insgesamt 60 Minuten lang gebacken. Allerdings müsst ihr Folgendes beachten:

  • Nach 20 Minuten Backzeit den Backofen öffnen, den Kuchen herausziehen und einige Minuten lang abkühlen lassen. Mit einem scharfen Messer den Teig 1x rundherum von der Form lösen und den Kuchen zusätzlich zwischen Teig und Füllung 1x rundherum einschneiden.
  • Den Kuchen weitere 20 Minuten backen. Dann erneut herausnehmen und einige Minuten abkühlen lassen. Diesmal wird der Kuchen nicht mehr eingeschnitten.
  • Den Kuchen weitere 20 Minuten backen. Sollte er gegen Ende der Backzeit zu stark bräunen, deckt ihr ihn mit einem Stück Backpapier ab.

Der perfekte Käsekuchen, der nie einreißt

Wenn ihr Käsekuchen genauso gerne mögt wie wir, müsst ihr dieses Rezept unbedingt(!) einmal ausprobieren. Ich habe den Kuchen jetzt wirklich schon sehr oft gebacken und er ist mir wirklich noch nie danebengegangen.

Und ehrlich gesagt bin ich meiner Großtante heute noch dankbar, dass sie mir damals diesen Tipp gegeben hat! 🙂

Und noch ein Tipp von mir zum Schluss: Den Käsekuchen könnt ihr übrigens auch super einfrieren. Falls also etwas übrig bleibt (was aber wohl eher nicht passieren wird 😉 ) oder falls ihr den Kuchen vorbacken möchtet, könnt ihr ihn einfach luftdicht in Frischhaltefolie verpacken und in die Gefriertruhe geben. Vor dem Auftauen unbedingt wieder aus der Folie nehmen!