Ab in den Garten! 5 Gründe, weshalb ihr mit euren Kindern gärtnern solltet!

Gartenarbeit macht Spaß, man ist körperlich aktiv und es ist ungemein entspannend für die Seele. Man kann dabei nicht nur wunderbar abschalten und ist zugleich an der frischen Luft aktiv; man erhält auch noch eine schöne „Belohnung“ für seine Mühen in Form bunter Blumen oder leckerem Obst und Gemüse. Das hört sich doch nach einem genialen Hobby an, oder?


„Das ist ja alles gut und schön,“ höre ich oft. „Aber ich habe kleine Kinder. Ich habe erstens keine Zeit und zweitens machen die mir im Garten sowieso alles kaputt.“ Gärtnern (oder einen schönen Garten zu haben) geht also nicht, wenn man kleine Kinder hat? Doch, es geht!

Und hier kommen gleich 5 gute Gründe, weshalb ihr gemeinsam mit euren Kindern im Garten arbeiten solltet! Oder auf eurem Balkon. Oder eurer Terrasse.

1) Arbeit an der frischen Luft tut gut und macht müde 😉 

Ihr kennt das sicherlich: Hält man sich zu lange mit Kindern in geschlossenen Räumen auf, scheint sich die kindliche Energie ständig zu vergrößern und irgendwann ‚explodieren‘ die Kleinen nahezu. Das Chaos ist dann perfekt. Was bei uns immer hilft: Ab nach draußen. Die vielen Farben der Natur, das Blau des Himmels, das Zwitschern der Vögel und die nahezu unbegrenzten Beschäftigungsmöglichkeiten, die sich draußen bieten … All dies schafft nicht nur hervorragende Möglichkeiten für die Kinder, um sich zu beschäftigen – Aktivitäten an der frischen Luft sorgen erfahrungsgemäß auch dafür, dass die Kinder abends optimal „ausgepowert“ sind.

2) Man kann den Kindern die Natur näherbringen

Bis vor einigen Jahren bin ich selbst eine gärtnerische Null gewesen. Ich kannte keine Pflanzen und hatte auch keine Ahnung vom Gärtnern selbst.


Erst als ich begonnen habe, unseren Garten nach und nach anzulegen und in Schuss zu halten, bin ich der Sache näher gekommen: Was benötigen die verschiedenen Pflanzen eigentlich genau? Welche Pflanzen überstehen den Winter ohne Probleme (und warum?) und welche sterben ab, kommen aber im Frühjahr wieder? Wie verändern sich die Pflanzen im Lauf des Jahres und warum ist das -je nach Pflanzenart- so dermaßen unterschiedlich? Und wozu sind eigentlich die ganzen Insekten gut? (Und welche darf man ohne schlechtes Gewissen vernichten ;)).

Helfen die Kinder im Garten mit gilt die Devise: Mittendrin statt nur dabei!

3) Die Kinder erlernen einen achtsamen Umgang mit der Natur

Ein Punkt, der mir besonders am Herzen liegt. Die Kinder lernen unsere Natur, jede Pflanze und jedes Tier zu schätzen. Alles (ok, fast alles 😉) hat seine Daseinsberechtigung und dient auf die ein oder andere Weise dem ökologischen System.

Hinzu kommt, dass die Kinder automatisch und sozusagen live miterleben, wie lange es tatsächlich dauert, bis eine Pflanze gewachsen ist. Dass ein Baum eben nicht vom Himmel fällt, sondern teilweise Jahrzehnte benötigt, um richtig groß zu werden.


Persönlich habe ich die Erfahrung gemacht, dass Kinder sich im eigenen Garten auch viel achtsamer bewegen, wenn sie selbst mitgeholfen haben, diesen zu gestalten!

4) Wo kommt eigentlich unser Essen her?

Vom Samenkorn zum Keimling. Von der kleinen zur großen Pflanze. Von der Blüte zur Frucht. Und von den Kernen der Frucht wieder auf Anfang. Und wofür braucht eine Pflanze Wurzeln und welche Rolle spielen bei dem Ganzen eigentlich die Bienen?

Die Arbeit im Garten vermittelt Kindern quasi nebenbei eine riesige Fülle an Wissen und bringt ihnen näher, wo unser Essen eigentlich herkommt (nämlich nicht aus dem Supermarktregal).

Bonuspunkt 1: Die Kinder lernen, wie viel Arbeit hinter jeder einzelnen Erdbeere steckt. Bonuspunkt 2: Selbst angebautes und eigens geerntetes Obst und Gemüse schmeckt besser. Immer. Auch wenn die Möhren nicht so schön und die Erdbeeren eigentlich viel saurer als die aus dem Laden sind 😉

5) Es ist eine absolut kindgerechte Beschäftigung!

In der Erde wühlen, im Matsch buddeln, Würmer ausgraben, Pflanzen gießen und der Mama Kellerasseln in die Hosentasche stecken: Gartenarbeit deckt so ziemlich alle Aspekte ab, die Kindern Spaß machen. (Vor allem die Sache mit den Kellerasseln scheint besonders lustig gewesen zu sein …).


So ziemlich jedes Kind, das gerne auf dem Spielplatz buddelt, wird Spaß an der Gartenarbeit haben. Wenn nicht die Arbeit im Garten sogar noch mehr Spaß macht …


Wie ist das bei euch? Gärtnert ihr gerne? Falls ja – eher Nutz- oder doch lieber Ziergarten? 🙂 Und arbeiten eure Kinder gerne im Garten mit – oder ist Gartenarbeit nicht so ihr Ding? Ich freue mich über eure Gartengeschichten! 

Über aktivmitkindern (143 Artikel)
Mama zweier Kinder (*2013, *2015). Ursprünglich promovierte Naturwissenschaftlerin. Seit der Geburt des ersten Kindes nicht mehr in der Wissenschaft tätig, sondern Vollzeit-Kinderbespaßerin und Selbstbetreuerin.

8 Kommentare zu Ab in den Garten! 5 Gründe, weshalb ihr mit euren Kindern gärtnern solltet!

  1. Als angehende Permakulturistin und in der geistig-seelischen Mama-werden Vorbereitungsphase ist dein Artikel und die darin aufgeführten Gründe für mich beste Seelennahrung. Gerade Städter sollten sich das viel mehr zu Herzen nehmen. Danke für deinen Artikel. Liebe Grüße Lucya

  2. Hallo!
    Ich stimme dir in jedem einzelnen Punkt zu 🙂 Gartenarbeit & Kinder lassen sich perfekt kombinieren. Ich bin den ganzen Tag allein mit den Kindern zuhause und wir machen alles gemeinsam. Erst letzte Woche haben wir zu dritt den Rindenmulch erneuert und das war der größte Spaß 🙂
    Die (vor allem älteren) Nachbarn loben mich sehr oft wegen meinem Engagement, allerdings sehe ich es als selbstverständlich an, dass man den Garten auch nutzt. Gerade wenn man Kinder hat.
    Unseren Garten würde ich übrigens als Kinder-Nutzgarten beschreiben 😀 Ein kleines Paradies für Kinder!
    Liebe Grüße,
    Julie

    • Hallo Julie,
      lieben Dank für deinen Kommentar! Ja, man muss sich halt vom Gedanken verabschieden, dass man mit Kindern einen ‚gestylten Designergarten‘ hat 😉 Aber so finde ich es auch irgendwie viel schöner.
      Liebe Grüße, Lisa

  3. Schöner Artikel 🙂 was früher selbstverständlich war, ist heute oft garnicht mehr üblich. Umso besser tun solche Beiträge 🙂
    Liebe Grüße,
    Fabian

  4. Schöner Artikel 🙂

    Ich wollte noch anmerken, dass man nicht unbedingt den Garten hinter dem Haus haben muss. In Wuppertal gibt es z.B. einen Bauern, der vermietet Parcellen zum bearbeiten! Wer also zur Miete wohnt, kann dennoch im Garten arbeiten 🙂

    • Oh ja, stimmt!!! Davon habe ich sogar schon gehört. Das ist natürlich eine schöne Alternative! Und wohl mehr und mehr im Kommen …
      Besten Dank für deinen Hinweis! 😊
      Liebe Grüße

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