Wir sind kindergartenfreie Selbstbetreuer. Aber was genau bedeutet das eigentlich?

„Geht sie schon in den Kindergarten?“

Diese und ähnliche Fragen werden uns seit längerer Zeit recht häufig gestellt. Dies ist nicht weiter verwunderlich, da sich unsere Tochter mit ihren drei Jahren im klassischen „Kindergartenalter“ befindet. Oftmals ist diese Frage auch nicht dazu angedacht, sich genaue Einzelheiten über unseren Familienalltag oder unsere Lebenssituation beschaffen zu wollen. Sondern sie soll schlicht und ergreifend den Einstieg in ein zwangloses Gespräch ermöglichen. Oder es handelt sich -ganz banal- um Smalltalk.  Erst gestern hatten wir diese Situation wieder einmal im Supermarkt. Zwischen Äpfeln und Birnen in der Obst- und Gemüseabteilung. Die Antwort lautet: Nein. Denn wir sind Selbstbetreuer.

Umso verwunderter ist meist der Blick des Fragestellers, wenn ich diese -wohl mehr oder weniger rhetorisch angedachte- Frage verneine. Meist wird dann sehr schnell die Antwort „Ach, es ist ja auch noch Zeit!“ nachgereicht. Wenn ich dann hinzufüge, dass meine Kinder gar keinen Kindergarten besuchen und dies auch nicht tun werden, erhalte ich üblicherweise eine der folgenden Reaktionen: Entweder ein verwundertes „Ah, nicht?“ (in ca. 75% der Fälle) oder ein „Das ist aber schön! Genießen sie die Zeit, sie geht so schnell vorbei.“ (in ca. 25% der Fälle).

Wenig negatives Feedback. Eher eine gewisse Ratlosigkeit.

An dieser Stelle muss ich anmerken, dass ich bislang kaum negative Rückmeldungen oder kritische Bemerkungen erhalten habe, wenn ich von unserer Alltagssituation berichtet habe. Oftmals haben sich auch sehr positive und konstruktive Gespräche entwickelt. Was wohl nicht selbstverständlich ist, denn von anderen Selbstbetreuern habe ich auch schon ganz andere Berichte gehört. Mein Mann wurde das ein oder andere mal während solch eines Gesprächs von seinem Gegenüber dezent darauf hingewiesen, dass „der Kindergarten so wichtig für die Sozialisierung“ sei und Kinder nur dort lernen würden, „sich auch mal zu behaupten“. Allerdings gehören weder mein Mann noch ich dem Typ Mensch an, der schnell zu verunsichern wäre oder sich auf großartige Diskussionen einlässt. Unser Leben, unsere Kinder, unsere (wohlüberlegte) Entscheidung. 

Häufig bemerke ich jedoch, dass sich mein Gesprächspartner nicht richtig vorzustellen vermag, wie es so ganz ohne Kindergarten überhaupt funktionieren kann. Wo bekommen die Kinder ihre Sozialkontakte und den täglichen „Input“ her? Und was tun wir eigentlich den ganzen Tag?

An dieser Stelle möchte ich jedoch anmerken, dass ich dies voll und ganz nachvollziehen kann. Schließlich ist es mir früher selbst nicht anders ergangen. Auch ich bin erst nach und nach in die „Selbstbetreuer-Szene“ hineingerutscht, habe mich mit anderen Kindergartenfreien ausgetauscht und mich für unser Alltagsleben inspirieren lassen. (Unseren Weg  hin zu einem Leben ohne Kindergarten könnt ihr übrigens hier nachlesen).

„Kindergartenfrei“ zu sein bedeutet eben nicht, dass die Kinder den ganzen Tag zu Hause herumsitzen. Und sich selbst bespaßen, während die Mama damit beschäftigt ist, den Haushalt zu schmeißen. Daher verwende ich auch gerne den Terminus „Selbstbetreuer“, wenn es darum geht, unsere Lebenssituation zu beschreiben. Es bringt das, was wir tun –nämlich unsere Kinder selbst zu betreuen– deutlicher auf den Punkt als die einfache Aussage „Sie gehen nicht in den Kindergarten“.

Ohne Kindergarten: Eine öde Kindheit?

Liest man sich Kommentare oder Meinungen in Internetforen durch, erhält man den Eindruck, ein Leben ohne Kindergarten sei gleichzusetzen mit: keine Spielkameraden, keinen Spaß, keine Freunde, keine Beschäftigung. Kinder, die keinen Kindergarten besucht haben, werden zwangsläufig zu sozialverkrüppelten Nerds heranwachsen. Und in der Schule werden sie sowieso von Anfang an zu den Außenseitern gehören. Ohne einen Kindergarten besucht zu haben lernen Kinder auch niemals eine anständige Rolle vorwärts (ja, das habe ich ernsthaft schon als Pro-Argument für den Kindergarten gelesen!). Und basteln können sie auch nicht. Noch schöner lesen sich fast nur noch Impfdiskussionen.

Vielleicht würde dies alles sogar eintreffen, wenn ich meine Kinder den ganzen Tag zu Hause isolieren und mich selbst auch nicht großartig mit ihnen befassen würde. Die Kinder alternativ den ganzen Tag vor dem Fernseher zu parken wäre eventuell auch noch eine Option.

Aber, ganz ehrlich: Würde das hier so ablaufen, bräuchte ich meine Kinder auch nicht zu Hause zu behalten … Dann wären sie in jeder mittelklassigen KiTa definitiv besser aufgehoben.

Selbstbetreuer: Was bedeutet das nun konkret?

Für den Begriff „kindergartenfreie Selbstbetreuer“ gibt es keine festgelegte Definition. Es beschreibt eine recht überschaubare Gruppe an Personen, die sich aus den unterschiedlichsten Gründen dazu entschlossen haben, auf eine außerhäusliche Betreuung ihrer Kinder zu verzichten. Ich möchte an dieser Stelle aber gerne erläutern, was dieser Begriff für mich bedeutet.

1) Es bedeutet, dass ich meine Kinder selbst betreue und diese Aufgabe niemand anderem überlasse. Keiner Kindergärtnerin, keiner Tagesmutter und keinem Kindermädchen. Ich bin die Person, die mit den Kindern Dinge unternimmt, mit ihnen bastelt und ihnen „die Welt zeigt“. Und Purzelbaum übt (*haha*).

2) Es bedeutet, dass ich dafür verantwortlich bin, dass meine Kinder ausreichend Kontakte zu anderen Kindern pflegen können. Ich organisiere Treffen mit ihren besten Freunden, plane Spielenachmittage mit anderen Kindern, gehe mit ihnen auf Spielplätze, wo sie auf bekannte Gesichter treffen. Und suche mit ihnen Orte auf, an denen sie regelmäßig auf fremde Kinder zum Spielen und Toben treffen.

3) Es bedeutet, dass ich meinen Kindern die Möglichkeit biete, regelmäßige Hobbys entsprechend ihrer persönlichen Interessen wahrzunehmen. Kinderturnen, die Kinderlesung in der Bibliothek, das neue (sportliche) Hobby des Tochterkindes … Unsere Kinder haben ihre festen wöchentlichen Termine und die nehmen wir auch mit absoluter Regelmäßigkeit wahr. Denn ich finde Hobbys wichtig für Kinder. Gerade, wenn sie keinen Kindergarten besuchen. Und ja, im Kinderturnen lernen die Kinder sogar, einen richtig schönen Purzelbaum zu schlagen …

4) Es bedeutet, dass wir viel unternehmen. Wildpark, Waldspielplatz, städtischer Park. Familiencafé, Indoor-Spielplatz, Spielenachmittage im offenen Familientreff. Bibliothek, Kindertheater, Museen. Die Liste an Dingen, die wir unternehmen und Orten, die wir besuchen, ist endlos. Zu Hause herumzusitzen gehört nicht unbedingt zu unseren Stärken 😉 Neben den festen wöchentlichen Terminen und Spieltreffs gehören daher zahlreiche geplante Ausflüge ebenfalls zu unserem Repertoire.

5) Es bedeutet, dass ich für ihre „Förderung“ verantwortlich bin. So ganz mag ich dieses Wort ja nicht, da ich „aufgezwungener“ Förderung nicht wirklich etwas abgewinnen kann. Meine Meinung ist eher, dass Kinder sich die Dinge, die sie für das Leben brauchen, im Alltag selbst aneignen. Man muss ihnen nur das entsprechende Umfeld bieten. Und präsent sein, um bei Bedarf Hilfestellung zu geben und Dinge erklären zu können.

6) Last but not least: Es bedeutet ganz konkret, dass ich es als meinen Job ansehe, mich um meine Kinder zu kümmern. Ganz schön old-fashioned, was? 😉 In der Vergangenheit habe ich Schule, Studium und Arbeit immer recht ernst genommen und (hoffe ich doch zumindest …) sehr gewissenhaft ausgeführt. Und so handhabe ich das auch mit meiner momentanen Lebensaufgabe. (Über mein Hausfrauen-Dasein folgt demnächst übrigens noch ein eigenständiger Artikel. Das Thema hat genug Potential für einen eigenen Artikel).

That’s life: Die Kinder sind immer und überall dabei

Andererseits bedeutet es natürlich auch, dass ich die Kinder immer und zu jeder Zeit um mich habe.  Und sie immer entsprechend einbezogen werden müssen. Arzttermine, Einkäufe, Behördengänge … Tochterkind und Sohnemann sind immer mit im Schlepptau. Das hat mir zwar schon den ein oder anderen erstaunten Blick eingebracht, die Kinder finden den Großteil dieser „Erwachsenensachen“ jedoch recht spannend. Bislang hat auch alles immer erstaunlich gut funktioniert. Wutanfälle an der Supermarktkasse, umgeworfene Pappständer in der Sparkasse oder eine komplett verdunkelte Abteilung im Kaufhaus (Sohnemann hatte den Lichtschalter entdeckt) finde ich jetzt auch nicht so toll, fallen bei mir aber unter „Alltag mit Kindern“. Diese Dinge kennen wohl so ziemlich alle Eltern. Bei uns passieren sie vielleicht lediglich etwas häufiger, da unsere Kinder öfter die Gelegenheit für solche Späße bekommen.

Werte ich es negativ, dass die Kinder zu solchen Terminen zwangsläufig mitkommen müssen? Denn diese Dinge sind ja so gar nicht kindgerecht? Nein, diese Situationen stellen neue Herausforderungen dar und bringen neue Anreize mit sich. Ich verbuche das eher unter „Schule des Lebens“.

Eines ist ganz klar: Man muss diesen Lebensentwurf mögen. Und den Weg gerne gehen. Wir tun dies leidenschaftlich gerne und ich hoffe, dass ich einen kleinen Einblick in unser Selbstbetreuer-Leben geben konnte. Und vielleicht für etwas mehr Klarheit in Bezug auf dieses Thema gesorgt habe. Und ich hoffe, dass es mir gelungen ist, die folgende überaus wichtige Botschaft zu vermitteln: Auch ohne Kindergarten können Kinder solch lebenswichtigen Dinge wie den perfekten Purzelbaum erlernen! 😉


Gehen eure Kinder in den Kindergarten oder seid ihr ebenfalls Selbstbetreuer? Und die alles entscheidende Frage: Können eure Kinder eine Rolle vorwärts? Hinterlasst mir doch eine (gerne auch ernst gemeinte) Antwort in den Kommentaren!

Über aktivmitkindern (174 Artikel)
Mama zweier Kinder (*2013, *2015). Ursprünglich promovierte Naturwissenschaftlerin. Seit der Geburt des ersten Kindes nicht mehr in der Wissenschaft tätig, sondern Vollzeit-Kinderbespaßerin und Selbstbetreuerin.

28 Kommentare zu Wir sind kindergartenfreie Selbstbetreuer. Aber was genau bedeutet das eigentlich?

  1. Hallo Lisa,
    wir leben auch kindergartenfrei. Wenn unsere Kinder gerne gehen würden, würde ich es ihnen schon ermöglichen (der große war 2 1/2 Wochen zur Eingewöhnung, ihm gefiel es aber nicht), so wie wir jetzt leben genieße ich es aber sehr und möchte nicht tauschen. Interessant finde ich auch die Reaktionen – bei uns war die erste Reaktion auch meistens etwas in Richtung „das hat ja noch Zeit“ oder einmal hörten wir sogar „macht ja nichts, bist trotzdem ein toller Junge…“. Doch dann, nach einem Themenwechsel kehren besonders die Gesprächspartner, die selber schon Enkel haben, wieder auf den Kindergarten zurück und meinen dann – „ich glaube, wenn ich nochmal kleine Kinder hätte, würde ich sie auch nicht mehr in den Kindergarten geben“. Mit solchen Reaktionen hätte ich nicht gerechnet.Wo der Kindergarten doch in unserer Gesellschaft dazugehört und eigentlich nicht angezweifelt wird. Unser Kinderarzt war etwas entsetzt, dass wir kindergartenfrei leben – das hätte ich wiederum auch nicht erwartet.

    Während der Eingewöhnung war ich etwas ernüchtert – ich dachte, neben den Spielkameraden würden sie auch viel mehr spannende Dinge im Kindergarten erleben können – doch dort beim Reinschnuppern kam es mir dann gar nicht so vor. Da ging es doch auch vor allem ums Spielen, im Kreis sitzen, gemeinsam Essen.

    Ich denke auch, dass das jede Familie für sich entscheiden sollte. Ich freue mich, wenn ich miterleben kann, wie unsere Kinder neue Entdeckungen machen, dazu lernen – wenn ich mitbekomme, was sie interessiert, worüber sie sich freuen und auch für sie da sein kann, wenn es ihnen nicht so gut geht. Nach der Elternzeit wird es für uns versicherungstechnisch leider sehr kostenintensiv und wahrscheinlich nicht mehr möglich sein, so zu leben – außer uns fällt noch eine tolle Lösung ein – das wäre wirklich schön.

    Viel Freude euch noch an eurer intensiven gemeinsamen Zeit,
    liebe Grüße,
    Petra

    • Liebe Petra,
      ganz herzlichen Dank für deine ausführliche Schilderung! Ja, es ist einfach schön, wenn man an allem so nah dabei sein kann! Mit der Reaktion unserer Ärztin hätte ich ebenfalls nicht gerechnet, denn sie fand es sogar recht positiv. Da war ich zugegebenermaßen auch etwas erstaunt 😉
      Ich wünsche euch ebenfalls eine schöne Zeit und drücke die Daumen, dass ihr eine zufriedenstellende Lösung finden werdet!
      Liebe Grüße, Lisa

  2. Ja wir sind selbstbetreuer und mittlerweile auch ohne Schule. Rolle vorwärts? Keine Ahnung ob die Kinder sie können, sie haben kein Interesse daran und daher tun sie es nicht. Also kann ich die Frage gar nicht beantworten 🙂

    Schöner Artikel der mich daran erinnert auch selbst mal über unser kindergartenfreies und schulfreies Leben zu bloggen. Denn die Fragen hören nie auf…

    Lg Daniela

  3. Das „Argument“ mit dem Purzelbaum ist der Hammer…. Da fehlen mir echt die Worte. Kam diese Person nicht auf die Idee, dass Kinder auch außerhalb vom Kindergarten in einen Turnverein gehen können? Solange es finanziell möglich ist und die Kinder trotzdem Freunde finden und treffen, finde ich die Lösung, sie selbst zu betreuen, eine schöne Alternative zum Kindergarten.
    LG Melli

    • Oma Wetterwachs // 27. April 2017 um 12:36 // Antworten

      Zitat: „Das „Argument“ mit dem Purzelbaum ist der Hammer (…) Kam diese Person nicht auf die Idee, dass Kinder auch außerhalb vom Kindergarten in einen Turnverein gehen können? “

      Wieso denn dann Turnverein? Den braucht man dafür genausowenig. Das können sie ohne Turnverein und ohne Kindergarten auch nur mit den Eltern lernen. 😉

      Bei mir haben beide den Purzelbaum zu Hause gelernt. Und die Große schafft jetzt manchmal mit 4,5 Jahren einen Kopfstand. Haben wir auch zu Hause gelernt.

      Manchmal habe ich sogar das Gefühl, dass die Kinder mehr lernen, wenn sie in den Ferien bei mir zu Hause sind, als im Kindergarten.

      Nur ist der Kindergarten meines Erachtens wichtig für sie, weil vielen anderen Müttern die Zeit für Treffen fehlt. Morgens sind alle im Kindergarten. Nachmittags haben viele Kinder 3-4 Termine pro Woche (turnen, tanzen, musizieren, Logopäde, reiten, Fußball, Pfadfinder …) und da ist selten Zeit um sich mit Freunden zu treffen. Deshalb ist der Kindergarten für Kontakte in meinen Augen wichtig. Schade eigentlich. Ich habe keine festen Termine. Nur den Kindergarten. Momentan befindet sich der Sohn noch in der Eingewöhnung. Wenn die vorbei ist, dann werde ich auch wieder öfter einen kindergartenfreien Tag einführen. Das hatte ich bei der Großen auch öfter gemacht. Freitags oder Montags frei und ein langes Wochenende für uns. Ich habe meine Kinder gerne bei mir und bin so gar nicht erleichtert, wenn ich sie nicht in meiner Nähe habe.

  4. HallO! Finde es toll wenn man das kann und schafft und will 😉 Mein großer geht Halbtags in den KIGA und ich total zufrieden … Mittagessen gibts dann aber zu Hause 😉 … sollte er aber nicht mehr wollen … oder seine Geschwister sich dann nicht wohlfühlen … werden wir immer einen Weg finden 🙂

    • Hallo Christin,
      ich denke, da hast du den wichtigsten Punkt überhaupt angesprochen – dass es darum geht, dass alle zufrieden sind. Und man einen anderen Weg finden muss/wird, wenn der alte nicht mehr passt 👍
      Liebe Grüße!

  5. Hallo:) mein Sohn war ca 5 Wochen in einem waldkiga, brauchte aber sehr lange um sich eintugewöhnen. Er sagte irgendwann das er dort nicht mehr hin möchte und wir nahmen ihn ernst. Nun sind wir auch Selbstbetreuer und eigentlich ganz glücklich damit. Warum ich eigentlich schreibe: ich habe noch ein 3 Monate altes Baby Zuhause und teilweise habe ich das Gefühl meinem großen Sohn nicht wirklich gerecht zu werden. Wir unternehmen so viel wie möglich aber es gibt auch Tage da sitzen wir viel Zuhause und ja wir schalten auch den Fernseher ein zur Unterhaltung. Wir schauen immer gemeinsam also geparkt wird er nicht. Ich habe manchmal Zweifel ob es die richtige Entscheidung war. Mein bauchgefühl sagt auf jeden Fall ja aber trotzdem habe ich so einen hohen Anspruch an mich das ich ihm nicht genug biete. Ich finde mit zwei Kindern ist das wirklich eine Herausforderung.

    LG kati

    • Hallo Kati,
      gerade mit kleinem Baby kann es am Anfang schon stressig sein, das stimmt. Aber wie war das, es „ist alles nur eine Phase“ 😉
      Auch diese geht vorbei und bei uns wurde es nach einiger Zeit definitiv leichter – bzw. mit zwei Kindern wurde alles sogar ‚einfacher‘, da die beiden nun immer den Bruder/die Schwester als Partner um sich haben.
      Liebe Grüße!

  6. Schöner Beitrag! Wir leben auch kindergartenfrei und es war die beste Entscheidung die wir treffen konnten. Die ganzen Vorurteile können wir uns auch ständig anhören. Aber wir wissen, dass es für uns das richtige ist und das ist das einzige was für uns zählt

  7. Hallo 🙂

    schön, dass es immer mehr Blogs gibt, in denen Selbstbetreuer der Welt erklären, dass es funktioniert 🙂 Schau doch mal bei uns vorbei, wir haben bereits viel zum Thema geschrieben: http://www.ökofamilie.de

    Alles Liebe und viel Spaß (und Glück) auf eurem wunderbaren Weg!
    Nadine

  8. Hallo! Ich bin auch Selbstbetreuerin. Gestern erst im Bus wieder die typische Frage: „Geht ihr in den Kindergarten?“ Mein Sohn (3,5) sagt: „Mama“. Ich bestätige: „Mamagarten. Elterngarten, wenn sie wollen.“ Die DAme versteht erst nichts, dann aber findet sie es gut und wünscht mir beim AUssteigen alles Gute. Unter Müttern ist es nicht so easy. Heute beim Turnen verteidigte eine Mutter die Kita mit den Worten: „Wenn sie 3 werden, haben sie zu gehen!“.
    Ja, aber Nerven muss man tatsächlich haben, der 11-Stunden-Tag ist lang. Wenn ich nur ein Kind hätte, wie vor dem zweiten Kind, dann würde ich das fast entspannt finden. Meine Tochter (5,5) ist ein ruhiges, sensibles Kind.Aber eben ruhig! Und ich brauche viel Ruhe. Wir sind beide sensibel, an der Grenze zu HS. Und mein lauter Sohn verursacht bei mir Stress. Und klar, die ständigen Auseinandersetzungen der beiden Kinder. Schlagen, Anschreien, na eben alles, was die Kinder so machen. Aber wir sind ein eingespieltes Team. Und genau das freut mich sehr für uns- was einmal eine Bekannte negativ meinte, sehe ich positiv: sie haben eine starke Mamabindung. Und das, da bin ich überzeugt, ist eine gute Sache in der Beziehung der Kinder zu ihren Eltern. Diese Nähe, die wir aufgebaut haben, der nach Möglichkeit emphatische Umgang- das prägt unsere Beziehung.
    Die Schule mit 6 und die Schulfpflicht finde ich auch blöd, übrigens. Es gibt aber auch zu wenig Alternativen in Deutschland.

  9. Mein Sohn (11) hat gerade Noten im Purzelbaum bekommen. Er kann ihn nicht, obwohl er in Krippe und Kindergarten war 😉
    LG Martina

  10. Ich finde toll, was ihr macht! Sozialkompetenz wird ja meist als Grund genannt, warum Kinder in die Krippe/Kita gehen sollen…als gäbe es sonst nirgendwo anders Kinder… In Neuseeland habe ich ‚Playcentre‘ kennengelernt und mein Blick auf das Kind wurde damals komplett verändert (von Beruf bin ich Diplom-Pädagogin)…zum Positiven hin 🙂 Familie wird in Neuseeland ganz groß geschrieben und Playcentre ermöglicht Eltern, mit ihren Kindern in einem Kindergartenähnlichen Umfeld zu spielen, lernen, entdecken, erforschen etc. Leider gibt es so ein Konzept nicht in Deutschland. Eins der besten Zitate, die ich damals gehört habe über die natürliche Entwicklung der Kinder war „Let it go, it will happen. It’s magic“. Also egal, ob Kinder im Kindergarten sind oder nicht, sie entwickeln sich weiter 😉 Mehr zum Thema Playcentre gibt’s hier: http://weltenreflexion.de/let-it-go-it-will-happen-its-magic/

    • Hallo!
      Lieben Dank für deinen Kommentar und ganz herzlichen Dank für den Link! 👍
      Ich blicke ja gerne über den Tellerrand – aber mit Neuseeland habe ich mich zugegebenermaßen noch nicht befasst! Die Idee eines solchen Playcentre ist ja toll! So etwas finde ich total klasse – schade, dass es so etwas bei uns nicht gibt.
      Und das zitierte Motto … Treffender lässt es sich ja kaum beschreiben!
      Nochmals herzlichen Dank und ganz liebe Grüße! Lisa

  11. Ich finde toll, was ihr macht! Leider wird ja immer wieder der Mangel an Sozialkompetenz genannt, wenn Kinder nciht in Kita/Krippe gehen. Als würde es keinen anderen Ort geben, an dem sich Kidner aufhalten… In Neuseeland habe ich ‚Playcentre‘ kennengelernt und mein Blick auf das Kind wurde damals komplett verändert (von Beruf bin ich Diplom-Pädagogin)…zum Positiven hin 🙂 Familie wird in Neuseeland ganz groß geschrieben und Playcentre ermöglicht Eltern, mit ihren Kindern in einem Kindergartenähnlichen Umfeld zu spielen, lernen, entdecken, erforschen etc. Leider gibt es so ein Konzept nicht in Deutschland. Eins der besten Zitate, die ich damals gehört habe über die natürliche Entwicklung der Kinder war „Let it go, it will happen. It’s magic“. Also egal, ob Kinder im Kindergarten sind oder nicht, sie entwickeln sich weiter 😉 Mehr zum Thema Playcentre gibt’s hier: http://weltenreflexion.de/let-it-go-it-will-happen-its-magic/

  12. Meine Kinder waren alle im Kindergarten, lag auch daran, dass ich mich damals noch nicht mit Alternativen auseinandergesetzt habe. Ich finde es in Deutschland sehr schade, dass Schulpflicht besteht; finde das Freilernen mittlerweile sehr interessant und wenn meine Kids noch kleiner wären, würde ich das tatsächlich ernsthaft in Erwägung ziehen😊.
    Danke für den Einblick in euren Alltag ohne Kindergarten.

    Liebe Grüße
    Steffi

    • Hallo Steffi,
      aber gerne 😊 Als ich mich etwas mit André Stern befasst habe (der sagt dir ja sicher was) bin ich zugegebenermaßen zum ersten Mal mit dem Freilernen in Kontakt gekommen. Vorher wusste ich nicht einmal, was das ist – und dass dies in anderen Ländern teilweise möglich ist 😉
      Liebe Grüße!

  13. Ich finde es schön,dass du für deine Kinder diese Form wählen und durchführen darfst. Bei uns in der CH ist es je nach Kanton verschieden. Bei einigen gibt es diese Möhlichkeit auf keinen Fall, in anderen darf man,wenn man selbst Lehrer ist und in wieder anderen darf man es so wie bei dir.
    Ich persönlich warte sehnlichst auf den Sommer. Dann geht mein Jüngster in den Kiga (mit 4,5J). Ich denke,ich kann ihm nicht bieten,was er im Kiga bekommt. Obwohl ich mich zur Kindergärtnerin habe ausbilden lassen. 😉

  14. Mich würde interessieren wie ihr/du deinen Alltag finanzierst?
    In Österreich gibt es ein Pflicht Jahr für den Kindergarten, was ich total ätzend finde… Den Eltern vorzuschreiben wann sie wo ihre Kinder unter zu bringen haben, ob gewollt oder nicht…. Lg Swetlana

    • Hallo Swetlana,
      ja, von dieser Kindergartenpflicht habe ich schon gehört. Was sich mir irgendwie nicht erschließt
      ist jedoch die Tatsache, dass es in Österreich diese Kindergartenpflicht gibt – im Gegenzug jedoch keine Schulpflicht besteht. Zumindest so, wie wir sie hier in Deutschland kennen. Das finde ich irgendwie … unlogisch.
      Zu deiner Frage: Bei uns ist es zur Zeit so, dass mein Mann arbeitet und ich zu Hause bin.
      Liebe Grüße, Lisa

  15. Hallo !
    Mein Zwerg geht in den Kindergarten seit er 3 Jahre alt ist. Selbstbetreuer finde ich interesant aber das wäre für mich nichts. Zwar unternehme ich viel mit ihm, aber die nerven für Selbstbetreuer hätte ich sicher nicht 🙂

    Abstand tut gut , Beiden 🙂

    Mein kind kann eine Rolle vorwärts – aber noch nicht perfekt 😉

    Lg Michi

    • Hallo Michi,
      ich denke, dass das ja auch der wichtigste Punkt ist: Dass man so lebt, wie es für einen selbst am Besten passt. Es muss sich für einen selbst stimmig anfühlen. Wie das dann im Endeffekt aussieht … Das ist wohl so individuell, wie die Menschen nun einmal verschieden sind …
      Liebe Grüße, Lisa

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