Ein Vergleich: Kindergarten früher vs. heute

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Vielen dank für diesen sehr ehrlichen Bericht. An meine Kindergartenzeit kann ich mich auch noch sehr wage erinnern, aber ist irgendwie nicht mit den heutigen zu vergleichen. Oder man hat es als Kind anders in Erinnerung. Unser Ablauf war eigentlich nicht so geplant wie der heutzutage und mir ist schon aufgefallen, dass in vielen Kindergarten Personalmangel herrscht und viel zu viele Kinder auf eine Erzieherin kommen. Das man nicht allen gerecht wird, ist so eigentlich schon ganz klar, aber eigentlich sehr traurig.
Hut ab für die Selbstbetreuung!
Liebe Grüße
Jenny
Jennybee87.blogspot.de
Hallo,
sicherlich habe ich aus meiner Kindergartenzeit auch nicht alles korrekt in Erinnerung 🙂 Aber es gab schon grundlegende Unterschied zur heutigen Zeit!
Liebe Grüße, Lisa
Hallo, mein Name ist lucia, wir waren vier Kinder und nicht im Kindergarten weil wie da nicht rein wollten, so weiß ich es vom erzählen. Wir haben uns selbst beschäftigt immer draußen, nur zum Essen nach Hause. Regeln gab es natürlich auch schon und sehr streng. Kontrolle eher. Aber auch viel Freizeit. Meine Tochter war im Kindergarten da ich arbeiten war. Bis zum Nachmittag 14. 30.uhr.aich mit kognitiven Einfluss das ist aber auch wichtig, denn zu Hause habe ich auch darauf geachtet. Aber spielerisch.
Hallo Lisa,
vielen Dank für deinen tollen Bericht!
Je mehr ich aus deinem Blog lese, desto mehr überlege ich, ob es die richtige Entscheidung war meine Tochter im Kindergarten hier im Ort anzumelden oder doch lieber den Versuch der Selbstbetreuung zu wagen. (Momentan tendiere ich tatsächlich eher zu letzterem – sie soll aber erst mit frühestens drei Jahren nur vormittags in den Kiga, in dem ich auch damals war – jetzt ist sie 1 1/2.)
An meine Kiga-Zeit kann ich mich erstaunlich gut erinnern, ich fand sie super toll und sie klingt fast genauso wie die aus deinen Erinnerungen.
Ich bin mit vier reingekommen, meine Mutter brachte mich hin, wenn ich ausgeschlafen hatte (also selten vor neun Uhr 🙈) und holte mich um zwölf wieder ab. Es gab Kinderturnen und viele Ausflüge (z.B. oftmals in den Wald). Die Betreuer hatte ich genauso gerne wie meine Familie.
Gegessen wurde aber zu Hause, nachmittags war meine Mutter da oder Oma und Opa, mit denen wir zusammen wohnten. Wir hatten einen riesen großen Garten, viele Freunde aus der Krabbelgruppe, die auch alle mit im Kiga waren, waren immer draußen und haben irgendwo mit Kindern gespielt oder aber mit Oma und Opa im Gemüsegarten/Garten gewerkelt, Regenwürmer und Kartoffelkäfer gesammelt, Obst und Gemüse geerntet und eingeweckt. 🤣
Es war ein Traum 🙂
Ich hoffe meine Tochter hat es auch so gut, wenn sie einen Kindergarten besuchen möchte! Wenn nicht bleibt sie bei mir (und ggf. einem kleinen Geschwisterchen) zu Hause, wer weiß 😉
Ein sehr guter Bericht! Und das kommt von mir, der sofort die Alarmglocken schrillen sobald ich „Kritik“ am Kindergarten lese. Liegt auch nur daran, dass vieles unreflektiertes Bashing ist. Dieser Beitrag ist sehr gut geschrieben und wie ich finde, sehr reflektiert.
(Dazu muss man auch sagen, ich als sozialpädagogische Assistentin fühle mich oft auf den Schlips getreten bei manchen Aussagen anderer)
In vielen Einrichtungen ist es wirklich so, es ist Fließbandarbeit mit Hang zum Ausflippen. Man arbeitet wenig Pädagogisch, da das Zeit beansprucht, die wir nicht haben. Aber was soll man da schon machen wenn pro Gruppe mit 20 Kindern nur 2 Erzieher angesetzt sind? Das sind 10 Kinder pro Person. Jeder Mensch, der je auf 10 Kinder bei einer Geburtstagsparty aufpassen musste weiß, was das bedeutet. Und dass das wenig zu händeln ist. Da wird dann knapp „Ruhe“ gerufen und fertig.
Ich kann Menschen verstehen, die ihre Kindern nicht in Einrichtungen schicken wollen, gerade wenn es um elementarpädagogik geht. Meine Kinder werden es auch schwer haben: Sie müssen in einen Reggio- oder Waldkindergarten 😀 Arme Kinder!
Hallo,
ganz lieben Dank für deinen Kommentar! Was ich sehr schade finde: Ich kenne einige Erzieherinnen (rein privat) und sie haben ihren Beruf wirklich aus Leidenschaft ergriffen. Können ihn aber, aufgrund der Umstände, nicht annähernd so ausführen, wie sie das gerne täten. Und dabei sind sie schon den ganzen Tag am Rotieren …
Und Waldkindergarten ist toll! 🙂
Liebe Grüße!
Toller Beitrag! Ich habe auch nur positive Erinnerungen an meine Kindergartenzeit. Unser Kindergaten im Dort war wirklich sehr schön, kleine Gruppen und wie bei dir ‚Wild & free‘ 🙂 Zwer gab es auch eine Frühstückszeit und Regeln an die wir uns halten mussten aber wir durften oder mussten(?) immer draußen spielen und haben so viel gebastelt. Es war eine fantastische Zeit. Seit vielen Jahren gibt es im Dort auch einen Wald-Kindergarten. Das Konzept finde ich auch total gut 🙂 Wir hatten übrigens auch nur Kinder ab 3 oder 4 Jahren im Kindergarten, heute sind auch viele stark gemischte Gruppen im Alter von 1 bis 7 Jahre – das finde ich schon sehr unglücklich.
Liebe Grüße
Nadine von tantedine.de
Ja, also bei uns gab es sicher auch Regeln, aber ich kann mich kaum daran erinnern 😉
Ich erinnere mich nicht mehr so wirklich an meine Kindergartenzeit. Ich hatte es nie weit, prinzipiell musste mich mein Vater immer nur über den Gartenzaun heben, schon war ich da. Aber eine der Erzieherinnen bestand darauf, dass ich den weiteren Weg von ca. 300m wie alle anderen nahm! Das weiß ich noch! Ich war auch ein Kind der 80er Jahre und ging in einen DDR-Kindergarten. Ich habe noch einige Faschingsfotos von damals, aber viel mehr Erinnerungen im Kopf habe ich aus der Zeit gar nicht mehr! Meine Tochter war auch hier im Ort im Kindergarten – allerdings in einem inzwischen neu gebauten. Sie musste dort hin, als ich anfing zu studieren. Sie hatte aber eine schöne Zeit dort und nun ist sie schon fast 10. Klasse! Mein Gott, wie die Zeit vergeht!
Eine schöne Blogparade!
Liebe Grüße
Jana
Soweit ich mich noch an meine Kindergartenzeit erinnern kann, kann ich folgendes sagen: Ich bin nicht gerne hingegangen 😉 Und das, obwohl – wie du es auch beschrieben hast – ein herzliches Miteinander und ein freies Spielen ohne Leistungsdruck vorherrschte. Mein Bruder ist noch mit vier Jahren heulend nach kurzer Zeit wieder raus. Vielleicht haben wir uns zuhause einfach zu wohl gefühlt?
Heute sehe ich das Thema „Kindergarten“ auch sehr zwiespältig. Aber aus ganz anderen Gründen: Einerseits ist es eine gute Mögichkeit, damit das Kind noch andere Eindrücke bekommt und andere Kinder kennenlernt. Andererseits wird – sogar bereits vor der Geburt (!) – bei den Eltern schon Druck ausgeübt: „Melden Sie Ihr Kind unbedingt schon vor der Geburt an, damit es zum Zeitpunkt XY einen Platz bekommt.“ Ist klar…
Mal ganz davon abgesehen, dass man heute – anders als das bei uns noch war – einfach zum Kindergarten ist und gesagt hat, es soll ab September dort hingehen. Heutzutage wird um jeden Platz gekämpft. Und was ist bei einer Absage? Man schaut nicht nur als Eltern doof aus, sondern auch das Kind bekommt direkt die Bescheinigung „du bist nicht gut genug, um in den Kindergarten zu gehen.“
Ja, das ist in der Tat schwierig! Bekomme es auch gerade im Freundeskreis mit: Da geht es nicht darum, einen Platz in einer für alle passenden Einrichtung zu bekommen. Sondern lediglich noch darum, überhaupt irgendwo einen Platz zu bekommen. Keine schöne Situation…