Richtig aufräumen: Mit 5-Minuten-Regel und Korbmethode zur ordentlichen Wohnung

Ich muss ja zugeben, dass ich es selbst nicht geglaubt hatte: Dass es lediglich eines Timers und eines simplen Korbes bedarf, um  zu einer dauerhaft aufgeräumten Wohnung zu gelangen. Wie das gehen soll? Ich kann euch definitiv versichern: es geht! Und jetzt wollt ihr sicherlich auch wissen, wie? 😉

Die Rede ist hier von zwei simplen Methoden: der 5-Minuten-Regel und der Korbmethode. Nach mehreren Wochen des erfolgreichen Ausprobierens und Anwendens kann ich euch versichern: Es funktioniert nicht nur, sondern es ist sogar ganz easy! 🙂

Ich will Ordnung!

Wie ich dazu gekommen bin, die 5-Minuten-Regel und die Korbmethode anzuwenden? Nun, ich bin eigentlich ein sehr ordnungsliebender Mensch. Ich brauche einfach ein gewisses Maß an Ordnung sowie eine geregelte Struktur um mich herum, damit ich mich wohl fühle. Ist halt so. 

In jüngster Vergangenheit hat dies jedoch nur mäßig funktioniert, denn es gab exakt zwei Faktoren, die dazu geführt haben, dass bei uns permanent ein latentes Chaos geherrscht hat: Zum einen war dies ein simpler Mangel an Zeit. Der Tag hat eben nur 24 Stunden und man muss seine Prioritäten setzen, sofern man nicht den ganzen Tag immer irgend etwas putzen oder aufräumen will. Zum anderen waren dies zwei wunderhübsche kleine Kinder, die in 0,5 Millisekunden ungefähr 3 Tonnen an Spielzeug im ganzen Haus verteilen können sowie ein nicht minder hübscher Ehemann, der gerne einmal die Socken im Bad und die Jacke im Wohnzimmer vergisst. Ups.

Keine Lust, den ganzen Tag permanent aufzuräumen?

Nein, die hatte ich nicht. Und es hat mich gestresst und frustriert, dass ich (gefühlt) den ganzen Tag immer irgendwo etwas aufgeräumt habe, das ganze Haus aber trotzdem einen gewissen Grad an Unordnung aufgewiesen hat. Die Betonung liegt hier jetzt auf „Unordnung“. Man muss definitiv unterscheiden zwischen Sauberkeit und Ordnung: Sauber ist es bei mir eigentlich immer, denn ich erledige alle anfallenden Säuberungs- und Reinigungsarbeiten nach einem festen, gut funktionierenden System. Das Problem waren eher die kleinen Dinge des Alltags, die sich nicht an ihrem Platz befanden sowie die vielen Dinge der Kinder, die strategisch im ganzen Haus verteilt wurden. Ich wurde der Lage einfach nicht mehr Herr.

Also habe ich im Internet recherchiert, mir gefühlte 100 Seiten mit Tipps und Tricks durchgelesen und mir schließlich zwei Methoden herausgepickt: Die 5-Minuten-Regel (oder auch 2-Minuten-Regel) sowie die Korbmethode.

Und wie funktioniert das jetzt genau?

Die 5-Minuten-Regel ist mir auf zahlreichen amerikanischen Blogs begegnet. Offenbar handelt es sich um einen Trend, der in den USA schon weiter verbreitet ist. Das Prinzip ist simpel: Man stellt sich einen Timer auf 5 Minuten und räumt während dieser Zeit in einem Zimmer auf. 5 Minuten für ein Zimmer ist wirklich lange (hätte ich auch nicht gedacht!), daher wenden viele auch die 2-Minuten-Regel an. Ich kombiniere jedoch gerne mehrere Räume und fasse in den 5 Minuten Schlaf-/Kinder-/Badezimmer, Flur/Küche sowie Wohn-/Esszimmer zusammen.

Vorteile dieser Methode: Man arbeitet gegen die Zeit. Das spornt unglaublich an. Man beeilt sich und lässt sich nicht ablenken („Oh, mal eben eine Nachricht bei WhatsApp lesen!“), da man sich während dieser Zeit ausschließlich auf das Aufräumen konzentriert. Der zweite Vorteil ist, dass man sich beim Aufräumen auf ein Zimmer beziehungsweise auf einen kleinen Bereich des Hauses konzentriert. Man läuft nicht hin und her um etwas wegzuräumen – und wird dann an anderer Stelle doch wieder abgelenkt.

Die Korbmethode hat ihren Sinn ebenfalls darin, dass man während des Aufräumens nicht ständig durch das Haus laufen muss und sich schließlich doch wieder irgendwo zwischen Küche und Wohnzimmer „verliert“. Man nimmt sich einen Korb, geht in ein Zimmer um dort aufzuräumen – und packt alle Dinge, die nicht in diesen Raum gehören, in den Korb. An ihren jeweiligen Bestimmungsort gelangen sie dann, wenn man in eben jenem Zimmer aufräumt und sowieso dort ist.

Kombination beider Methoden für ein unschlagbares Ergebnis

Ich habe mich für eine Kombination von 5-Minuten-Regel und Korbmethode entschieden und bin wirklich begeistert! 🙂 Es kostet mich jeden Tag lediglich eine Viertelstunde, ein komplett aufgeräumtes und ordentliches Haus zu haben! Räumt man dann im Laufe des Tages alle Dinge, die man benutzt hat sofort wieder an ihren Platz zurück, bleibt diese Grundordnung auch erhalten. Probiert es unbedingt mal aus! 

Aber Achtung! Was ich hier nicht dazu zähle ist das Spielzeug der Kinder, das sich im Lauf des Tages im ganzen Haus verteilt! Hier leben und spielen nun einmal zwei Kleinkinder. Da bleibt ein gewisses Chaos nicht aus. Ist jedoch alles andere ordentlich und aufgeräumt, so stört mich auch der Krimskrams der Kinder weniger. Der wird abends einfach nochmal an seinen jeweiligen Bestimmungsort gebracht. Oder auch nicht. Denn die 5-Minuten des nächsten Tages kommen ganz bestimmt … 😉

Weitere Tipps & Tricks:

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Kennt ihr diese Methoden auch – oder wendet ihr eine davon vielleicht sogar selbst an? Was sind eure Tricks, um Ordnung zu schaffen (und auch zu halten?). Hinterlasst mir gerne eine Nachricht in den Kommentaren! Vielleicht ist ja eine Methode dabei, die noch besser funktioniert?

Über aktivmitkindern (143 Artikel)
Mama zweier Kinder (*2013, *2015). Ursprünglich promovierte Naturwissenschaftlerin. Seit der Geburt des ersten Kindes nicht mehr in der Wissenschaft tätig, sondern Vollzeit-Kinderbespaßerin und Selbstbetreuerin.

23 Kommentare zu Richtig aufräumen: Mit 5-Minuten-Regel und Korbmethode zur ordentlichen Wohnung

  1. Also dass die 5 Minuten Methode tatsächlich existiert wusste ich nicht, wende sie aber ähnlich auch meist an. Unglaublich, wie viel man in so kurzer Zeit schaffen kann! 🙂

  2. ronjarosegold // 17. Mai 2017 um 20:48 // Antworten

    Ich denke diese Regel ist gar nicht mal so schlecht! Zwischen meinen aufräum arbeiten mache ich nämlich immer Pausen, weil ich zB irgend etwas interessantes finde! Cooler Post. Muss ich mal ausprobieren. Liebe Grüße ronja von http://ronjarosegold.de

  3. Die Korbmethode kannte ich aber sie mit der 5-Minuten-Regel zu kombinieren finde ich absolut genial! Das werde ich demnächst definitiv umsetzen! 🙂

    liebste Grüße

    Doris von Doricicas_Blog

  4. Wie gut! Das muss ich unbedingt ausprobieren!

  5. Die Methode klingt wirklich richtig gut! Bin total begeistert gerade irgendwie und will es gleich mal ausprobieren! Cool, vielen Dank dafür!
    Liebe Grüße
    Jil von http://jilsblog.com

  6. Liebe Lisa,

    Davon habe ich noch nie etwas gehört – aber das klingt echt interessant! Ich bin ein kleiner „Monk“ und werde bei dem Chaos, das die Kids manchmal anrichten echt „unrund“. Ich mag ihnen aber auch nicht ständig auf die Nerven gehen. Das bringt ja auch nichts! Diese Methode werde ich ausprobieren. Das könnte die Situation entspannen.

    Hab einen schönen Tag!
    Sonnige Grüße
    Verena

  7. Kannte die Methode nicht. Mache es aber so ähnlich. Gerade im Wohnzimmer sammelt sich bei uns schnell viel Zeug an, das man wirklich genau so schnell wieder wegräumen kann. Die meiste Zeit frisst bei uns aber die Küchenarbeit. Kochen / Abwasch / Geschirr wegräumen. Da stecke ich täglich die meiste Zeit rein. Und die finde ich deswegen auch wesentlich frustrierender als das ganze Spielzeug, das im Wohnzimmer verteilt ist.

  8. Interessante Idee… Danke für den Tipp, werde ich definitiv mal ausprobieren.

    Viele Grüße,

    Tim

  9. Das mit dem Ablenken kenne ich nur zu gut! Da klingt die Kombination aus 5-Minuten und Korbregel echt praktisch. Wobei mir 5 Minuten tatsächlich lange vorkommen, da ich das meiste sowieso gleich wieder weg räume 🙂 Ich werde es mal versuchen!

    LG,
    Verena

  10. miaslittlecornerblog // 17. Mai 2017 um 9:03 // Antworten

    Ich finde die beiden Methoden klasse – werden sofort ausprobiert. Jetzt muss ich nur noch was ähnliches wie eine Korb finden und dann kann es losgehen! 🙂 Danke fürs Teilen:)

  11. Hey 🙂
    Tolle Idee, eigentlich sehr simpel. Auf diese Korbmethode wäre ich wohl trotzdem nie selbst gekommen. Muss ich unbedingt mal ausprobieren! 😀

    Liebe Grüße

    Pascale

  12. Ich kannte die Methoden nicht. Aber ich mache meist morgens alles wenn Schule und so ist. Und auch nicht alles auf einmal. Sondern gewisse Tage für Wäsche etc. Ausser es hat große Dringlichkeit. Aber danke für deine Tipps. Werde ich mal ausprobieren 🙂
    Liebe Grüße Nadine

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