Hallo ihr Lieben!

Ist der Mann öfter mal die ganze Woche auf Dienstreise, so ist das ja gut und schön. Zumindest für den Mann 😉

Für mich sind diese Wochen dann doch eher recht anstrengend, da ich mich dann wirklich 24/7 ganz alleine um zwei kleine Kinder, ein Baby, den Hund sowie Haus und Garten kümmern „darf“. Und 24/7 ist hier wörtlich zu nehmen, da wir ja kigafrei leben und ich die beiden kleinen Damen und unseren jungen Herrn dann rund um die Uhr alleine betreue. Und wenn ich nun mal ganz ehrlich sein soll: Am Ende einer solchen Woche weiß ich manchmal nicht mehr, wie ich eigentlich heiße oder wo mir der Kopf gerade steht. Da verlege ich dann auch schon mal meine Brille und finde sie dann am nächsten Morgen zufälligerweise im Kühlschrank wieder. Aber das ist wieder ein anderes Thema 😉

Da nun wieder eine „Papa-ist-auf-Dienstreise-Woche anstand, hatten wir beschlossen, dass wir einfach mal das Beste aus der Situation machen. Ich habe also unsere Koffer gepackt, die Kinder ins Auto verfrachtet und wir sind kurzerhand ans Meer gefahren.

Everything is better at the beach?

Wenn ich im Vorfeld von unseren Reiseplänen erzählt habe, waren die Reaktionen meist eher verhalten. Eine Freundin sah mich mit hochgezogenen Augenbrauen an und meinte: „Äh, Lisa… Aber du bist dir schon sicher, dass du dir das wirklich antun willst! Ja?“ 

Nun, ich war mir sicher 😉 Und hatte beschlossen, dass wir es einfach mal auf einen Versuch ankommen lassen. Würde es gar nicht funktionieren und im reinen Chaos enden, hätte ja immer noch die Option bestanden, dass wir unsere Koffer einfach wieder packen und eine verfrühte Heimreise antreten.

Denn im Urlaub, außerhalb des gewohnten Umfelds, ist es mit kleinen Kindern ja doch immer wieder etwas anders als zu Hause. Kennt ihr das? Denn wie wohl die meisten Kinder benötigen auch unsere Kids erst einmal etwas Zeit, sich in der neuen Umgebung zu akklimatisieren. Und sind zunächst einmal etwas „explosiv“ gestimmt.

Möwen am Strand von De Haan

Es ist jedoch egal, wie man es letzten Endes dreht oder wendet. Eine Woche ohne Papa ist immer stressig. Auch daheim. Und vielleicht würde es im Urlaub ja sogar ganz gut funktionieren, da so ein Urlaub am Meer für Kinder ja doch immer ein großes Abenteuer ist. Und zudem wirkt die Seeluft ja bekanntlich entspannend und macht müde, oder? 🙂

Unser Selbstversuch: Mom and the kids. All alone.

Und in der Tat hat die Seeluft auch wirklich müde gemacht. Und zwar in erster Linie mich 😉 Aber im Ernst: Der Urlaub ist für mich natürlich schon recht anstrengend gewesen. Denn:

  • Drei kleine Kinder wollten täglich fertig gemacht, mit mehreren Mahlzeiten versorgt und abends zu Bett gebracht werden.
  • Die Kinder benötigten in der Tat zwei bis drei Tage, um auch innerlich am Urlaubsort anzukommen.
  • Es war wieder einmal eine große Umstellung für die Kinder, dass der Papa nicht da war.
  • Die Babymaus hatte in der fremden Umgebung Probleme damit, nachts in den Schlaf zu finden. Und ja – das ist ziemlich doof für mich gewesen. Schlafentzug wird nicht umsonst als Foltermethode eingesetzt… *lol*
  • In der Ferienwohnung war alles etwas umständlicher als zu Hause. Denn logischerweise war die Wohnung nicht so kindgerecht ausgestattet wie unser Haus.
  • Logistisch war alles ein etwas größerer Aufwand. „Wir gehen mal schnell an den Strand“ ist mit drei kleinen Kindern eben nicht so einfach in die Tat umgesetzt.

Andererseits ist der Urlaub auch unglaublich schön gewesen und hat uns allen sehr gut getan.

  • Ein Ortswechsel sowie die Tatsache, einfach mal aus dem Alltag raus zu kommen, tun ja meistens gut.
  • Wir konnten viele tolle Dinge unternehmen. Die Kinder konnten sich nicht nur täglich am Strand austoben, sondern wir haben auch viele spannende Ausflüge unternommen. Ein ausführlicher Urlaubsbericht folgt übrigens die Tage! 🙂
  • Die Kinder konnten viele neue Eindrücke sammeln. Dies ist ein Aspekt, der mir persönlich immer besonders wichtig ist.
  • Im Urlaub ist die Zeit nur so verflogen und bevor wir uns versehen konnten, war die Woche auch schon wieder vorbei.
  • Ich selbst hatte tatsächlich die Zeit, gechillt am Strand zu sitzen und die Meeresluft zu genießen. Geil war das. Einfach nur geil 😉

Der DStrand von De Haan

Zudem habe ich versucht, uns das Leben so einfach wie möglich zu machen. Man muss manchmal einfach auch Fünf gerade sein lassen 🙂 So gab es Wegwerfwindeln statt Stoffwindeln, Fertiggerichte (ja, bei mir gab es Fertigfutter 😉 ) statt frisch gekochtem Essen und während ich mich morgens fertig gemacht habe, durften die beiden Großen fernsehen. Es fand also quasi ein Verfall von Sitte, Moral und Anstand bei uns statt *lach*

Unser Fazit. Würden wir es wieder tun?

Um es dann mit den eingangs erwähnten Worten meiner Freundin zu sagen: Ja, wir würden uns solch einen Mama-Kinder-Urlaub definitiv wieder antun! 🙂

Denn der Urlaub hat uns allen defintiv gut getan. Auch, wenn wir es alle etwas schade fanden, dass der Papa nicht dabei gewesen ist. Denn gefehlt hat er natürlich schon sehr. Und auch unseren Hund, der normalerweise in jedem Urlaub mit dabei ist, haben wir vermisst. Allerdings erschien mir die Vorstellung, mich im Urlaub um die drei Kids und den Hund kümmern zu müssen, dann doch als zu stressig. Und so verbrachte unsere Hundedame eben einen gemütlichen Urlaub bei Oma und Opa 🙂

Abschließend kann ich persönlich einen solchen Urlaub also absolut empfehlen. Wenn ihr mal Lust darauf habt und die Situation es hergibt – tut es einfach! Den Anspruch, einen ruhigen und erholsamen Urlaub zu verbringen, kann man natürlich getrost gleich einmal zu Hause lassen. Da braucht man sich erst gar nichts vorzumachen 😉 Allerdings darf man durchaus erwarten, einen schöne Zeit gemeinsam mit seinen Kindern zu erleben! Fernab vom üblichen Alltag.


Habt ihr auch schon einmal euren Urlaub alleine mit den Kindern verbracht? Oder -falls ihr keine Kinder habt- seid ihr schon einmal ganz alleine in Urlaub gewesen? Wie waren denn eure Erfahrungen? Und würdet ihr es wieder tun?